Erlebnisse

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hallo liebe Freunde,

leider konnte ich mich in der letzten Zeit nicht melden, da manchmal das Internet nicht funktionierte oder ich sehr beschäftigt war.

Unsere Zeit hier in Malawi neigt sich dem Ende zu. Die letzten Wochen waren sehr intensiv und aufwändig. Vor etwa zwei Wochen sind wir zum Abschlussseminar zum Mulanje (höchster Berg Malawis 3004m) gefahren. Dort haben wir einige Tage damit verbracht unsere Zeit hier in Malawi zu reflektieren. Wir konnten dort wirklich nochmal über unsere Zeit hier nachdenken. Was war gut und was hätten wir besser machen können. Natürlich konnten wir auch Zeit in der schönen Natur Malawis verbringen.

Danach ging es schon fast sofort weiter an den Malawisee. Dort nahmen wir uns auch noch ein wenig Zeit uns zu erholen. Ansonsten haben wir dort viel Zeit mit den Kindern verbracht. Es war schön nochmal dort am See gewesen zu sein um auch Abschied von den Kindern nehmen zu können. Die Kinder dort habe ich auch wirklich ins Herz geschlossen. Sollte es in einigen Monaten für mich möglich sein nochmal nach Malawi zu kommen ist ein Besuch am See jedenfalls pflicht.

Die letzten Tage habe ich nun im Kinderdorf Dombole zugebracht. Dort mit den Kids ihren Alltag mitzuerleben war für mich nochmal sehr interessant. Wir kochten zusammen, bereiteten uns morgens auf die Schule vor oder spielten zusammen nachmittags spiele. Auch dies bleibt für mich unvergessen. Die Kinder die aus ganz unerträglichen Verhältnissen kommen, können dort ihre schlimmen Erlebnisse vergessen und einfach Kind sein.

Für uns als Gruppe sind es nur noch wenige Wochen bevor es wieder nach Deutschland zurückgeht. Einerseits sind wir froh aber andererseits erfüllt uns tiefe Trauer diese liebgewonnenen Kinder zu verlassen. Bis es aber soweit ist möchten wir die letzten Wochen noch bewusst viel Zeit mit den Kindern verbringen.

Sambiaerfahrung

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Eine interessante Erfahrung aus Sambia möchte ich euch nicht vorenthalten. Wie schon bekannt sind wir Ende April Anfang Mai in Sambia gewesen. Wir besuchten die Viktoriafälle in Livingstone und sind auch in der Hauptstadt Lusaka gewesen. Auf dem Rückweg wollten wir noch in einen sehr bekannten Nationalpark. Naja, wir machten uns an einem Morgen auf den Weg dorthin. Wir wussten dass es eine lange Fahrt durch Wald usw werden würden aber dass es dann so weit von der Zivilisation weg sein sollte haben wir dann doch nicht geahnt. Wir fuhren also immer tiefer ins Niemandsland und wunderten uns dann schon immer mehr wo den dort ein Nationalpark sein sollte. Wir haben unserem Auto dort echt einiges zugemutet. Nichts ahnend fuhren wir weiter sahen dann vor uns eine etwas größere Wasserpfütze und versuchten durchzufahren aber gut, dies war nicht so einfach. So blieben wir dort tief im Matsch mit unserem Auto hängen. Weit und breit keine wirkliche Zivilisation. Da es langsam dunkel wurde machten wir uns schnell daran unser Auto aus dem Matsch zu befreien aber dies gestaltete sich dann doch nicht so einfach. Gott sei dank kamen dann auch schnell einheimische die uns beim befreien halfen. Jedoch konnten wir uns nicht so schnell befreien. Wir richteten also dann spät abends Bette auf dem nackten Boden ein. Es war für uns alle ein komisches Gefühl mitten in der Wildnis zu schlafen. Vielleicht könnten nachts wilde Tiere kommen?

So gingen wir mit einem komischen Gefühl schlafen. Aber Gott sei dank überlebten wir diese Nacht ohne Begegnungen mit Schlangen oder sonst wilden Tieren. Am nächsten Morgen ging es sofort weiter mit dem aufgraben des Autos. Wir konnten es dann mit und mit mehr befreien. Nach einer Zeit war es dann soweit dass wir es rausholen konnten. Bevor wir es aber rausholen konnten setzten wir es nochmal tiefer in den Schlamm. Wir waren schon ein wenig verzweifelt, hier würde kein Auto vorbeikommen um uns rauszuziehen. Die Anspannung war uns wirklich anzumerken. Im Endeffekt ging es dann doch schneller als erwartet. Durch diese Zeit haben wir als Gruppe echt viel gebetet weil wir uns bewusst waren dass uns hier nur Gott rausholen konnte. Wir waren Gott wirklich dankbar dass er uns dann doch so schnell rausgeholt hat. Dies hat uns ganz klar gezeigt wie abhängig wir von Gott sind. Ja, aber es war im Nachhinein eine wirkliche Grenzerfahrung. Wir hatten kaum noch was zu trinken und essen. Die einheimischen dort in Sambia konnten wir kaum verstehen und das Wasser aus dem Fluss war für uns nicht trinkbar. Zwei unserer Gruppe wollten sich auf den Weg zurück machen um Hilfe zu holen, als wir dann aber zurückfuhren wurde uns klar dass wir dafür bestimmt 2-3 Tage gebraucht hätten. Wir waren etwa 120 km von einer halbwegs großen Stadt entfernt. Wir waren danach so erleichtert als wir alle wieder im Auto sahsen und eine größere Stadt erreichten. Ein echt interessantes Abenteuer!

Victoriafalls

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hallo Freunde,

wir sind nun seid ein paar Tagen in Sambia. Gestern haben wir den ersten Tag an den Victoriafalls verbracht. Es ist wirklich wunderschön gewesen. Wie gewaltig diese Wasserfälle sind. Es ist einfach gigantisch groß. Diese paar Tage nutzen wir nochmal um uns ein wenig zu erholen. Die letzten Monate waren schon ziemlich anstrengend. Immer wieder gab es kranke Kinder und auch einige Mitarbeiter lagen flach. Somit hatte ich immer gut was zu tun. Für mich ist es schön paar Tage einfach nicht nur an kranke Menschen oder sonst welche Erledigungen denken zu müssen.

Da ich hier nicht so viel Zeit habe aber Internet hab ich gedacht schnell mal ein Artikel zu schreiben.
Im Mai werde ich mich nach Möglichkeit nochmal melden.

Ernte

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hallo liebe Freunde,

nach langer Zeit melde ich mich gerne nochmal aus Malawi, vielmehr momentan aus Sambia.

Momentan verbringen wir einige Tage in Sambia an den Victoriafalls um uns ein wenig zu erholen da die letzten Monate schon sehr anstrengend waren.

Zurzeit sind die Malawier mit Ernten beschäftigt. Wir als Projekt haben nun auch letzte Woche unser Mais geerntet. Unsere Kinder sind in Familien eingeteilt, die jeder eigenen Mais eingepflanzt haben.

Es war interessant zu sehen wie sich einige Familien mehr Mühe andere aber wenige Mühe beim pflegen vom Mais gegeben haben. Nun sind alle Maiskolben geerntet worden. Es ist schon auch viel Arbeit damit verbunden. Aber unsere Kinder waren alle sichtlich erleichtert als die Arbeit erledigt war. Nun können wir als Projekt einige Wochen oder vielleicht auch Monate von unserem eigenen Mais leben. In den nächsten Jahren soll diese Arbeit aber natürlich noch ausgebaut werden weil dadurch auch erhebliche Kosten eingespart werden.

Das Land Malawi könnte eigentlich bei guter Bewässerung 4 mal im Jahr Mais ernten. Eigentlich ist das Land Malawi echt gesegneten was die Natur angeht. Viel Gemüse und Obst was bei uns in Deutschland nicht wächst, kann hier ohne Probleme wachsen und teils auch in kurzer Zeit geerntet werden. Leider gibt es hier an vielen Stellen zu wenig Wasser um viel pflanzen zu können. Dadurch ist es vielen Malawiern verwehrt viel Mais usw zu ernten, oft bleibt es bei 1 mal im Jahr.
Vielleicht wird es über die Jahre möglich sein es den Malawiern beizubringen wie es möglich ist, mehr zu pflanzen und damit besser zu leben.

Ja, wir kommen langsam aber sicher unserem Ende zu. Wir verbringen noch gute 2,5 Monate in Malawi. Die Sprache können wir teils schon ein wenig verstehen. Weiterhin ist es für uns einfach nur ein tolles Erlebnis in Malawi leben zu können.

Alltag

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hallo meine lieben Freunde,

nun bin ich etwa 7 Monate in Malawi. Es fühlt sich so an als ob man hier schon ganz lange dazu gehört. Wir gehen dem Ende der Regenzeit zu. Das ganze Land blüht wunderschön, doch für uns ist es manchmal leider nicht so toll da durch die Regenzeit unsere Dustyroads sehr schlammig sind. Manchmal ist es mehr ein rutschen und kein Fahren mehr mit dem Auto. Einige von uns sind auch schon mit dem Auto im Graben gelandet. Eine sehr mühselige Arbeit die Autos wieder normal auf die Straße zu bringen. Ja ansonsten ist es aber wirklich wunderschön das Land momentan. Wenn ich mal aus dem Projekt rauskomme ist es schon so dass ich immer wieder über die Natur staunen kann. Hinter dieser Natur hat sich Gott wirklich Detailiert Gedanken gemacht.

Ansonsten gehen wir hier weiterhin unserem Alltag nach. Die Beziehungen zu unseren Kids ist einfach total super, langsam fühlt man sich wie beste Freunde mit diesen wundervollen Kindern. Nicht auszumalen wie schwer es für uns als Gruppe im Sommer sein wird uns hier von diesen Menschen zu verabschieden. Es sind mit der Zeit echt feste Freundschaften entstanden. An den Wochenenden ist es dann manchmal so dass wir mit unseren Kids unterwegs sind oder einfach zusammen auf unserem Ground spielen. Immer wieder erlebe ich Begebenheiten die einfach einmalig sind. Diese Kinder geben einem viel mehr zurück als ich im stande bin ihnen zu geben.

Es ist für uns ein komisches Gefühl mitzubekommen dass in Deutschland sich die nächsten IJFD-ler auf Malawi vorbereiten. Aber noch haben wir einige Monate hier um die Zeit zu genießen und natürlich nach Möglichkeit den Menschen hier zu helfen. Momentan tut sich einiges an unserem Gelände. Eins unserer Dorms ist beinah fertig, bald dürfen dort unsere Secondary School Mädels einziehen. Im Kinderdorf Dombole sind neue Bäder fast fertig. Es freut uns zu sehen wie sich einiges durch unser Mitwirken positiv verändert. Ja in Zukunft wird sich hier noch einiges tun. Es ist einfach toll zu sehen wie Menschen aus Deutschland dazu beitragen dass hier neue Gebäuden gebaut werden können.

Es ist für mich ein sehr prägendes Jahr, immer wieder lerne ich Dinge und bin einfach froh dies alles hier so miterleben zu können. Seid gerne dabei an einem 3 Wochen Einsatz über TO ALL NATIONS oder natürlich auch für ein IJFD.

Ich kann mich nicht zu oft bedanken bei diesen Menschen die mich im Gebet oder Finanziell unterstützen.

Armut

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Bestimmt haben sich viele Besucher dieser Blogseite noch keine wirklichen Gedanken über Armut gemacht. In unserem reichen Deutschland leidet auch wirklich niemand an Armut. Jedem wird geholfen, im äußersten Fall besorgt man sich Nahrung und Geld über den Sozialstaat. Es ist wirklich ein großes Privileg in Deutschland aufgewachsen zu sein. Kindergeld und was es sonst noch alles gibt, gibt uns eine gewisse Basis für unseren Unterhalt. Jeder wird durchgetragen sei er noch so Faul. Ganz anders sieht es hier in Malawi aus. Hier gibt es absolut keine staatlichen Gelder, niemand der dir bei Not eine Finanzspritze anbietet. Jeder schaut selbst dass er über die Runden kommt. Malawi lebt zum größten Teils aus eigenem Anbau was Nahrung angeht. Man lebt praktisch fast komplett von eigenem Gartenanbau. Die meisten Menschen bauen im eigenen Garten Mais an. Meist reicht es für etwa 3/4 Jahr. Wobei man sagen muss dass es natürlich sehr stark von der Natur abhängig ist. Je nachdem wie es in der Regenzeit regnet oder eben nicht. Es gibt Jahre wo die Regenzeit sehr schlecht war dann fällt natürlich auch die Ernte schlechter aus. Dieses Jahr ist leider wieder so ein Jahr wo ganz viele Malawier an Hunger leiden. Ganz viele Menschen betteln auf der Straße. Es muss aber nicht einmal auf der Straße die Kinder sein. Es ist leider auch so dass Kinder unserer Projekte an Wochenenden zuhause leider kaum was oder garnichts zu essen bekommen. Wobei wir alle Kinder mit Essen versorgen. Leider leben sie aber teils bei Oma oder Verwandten die ihr Essen dann entweder teilen oder für Alkohol und ähnliches verkaufen. Ja leider ist es manchmal doch so dass man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten. Bei einigen Kindern wünscht man sich doch dass man mehr tun könnte. Leider sind uns aber da die Hände gebunden. Wir können leider noch lange nicht alle unsere Kinder auf unserem Gelände leben lassen, dafür besitzen wir nicht die finanziellen Mittel. Vielleicht wird dies eines Tages möglich sein, was ich mir für einige Kinder herzlichst wünsche. Ansonsten ist die Armut in einem der ärmsten Ländern nicht zu übersehen. Gute Häuser sind hier Mangelware. Es gibt kaum Männer die wirklich für die Kosten der Familie aufkommen können. Kinder werden oft schon von klein auf zur Arbeit verdonnert weil die Familie, wenn man es so nennen kann, nicht über die Runden kommt. Großteil der Malawier lebt von unter einem Euro pro Tag. Haben wir uns schonmal Gedanken gemacht was wir in Deutschland für einen Euro kaufen können. Mir fällt nicht wirklich viel ein. Ein Malawier mit Auto muss schon wirklich sehr wohlhabend sein um sich ein Auto kaufen zu können. Die Kids sind immer verwundert wenn sie wissen, dass ich in Deutschland ein eigenes Auto besitze. Ja eins der reichsten Länder trifft auf eins der ärmsten Länder. Vom Materiellen ist Malawi wirklich sehr arm. Aber macht das Materielle wirklich glücklich? Bin ich nur glücklich wenn ich viel besitze? Ganz klar nicht!! Die Malawier sind sehr glückliche Menschen obwohl sie nicht viel besitzen. Die Kids spielen ohne Spielzeuge im Dreck und sehen dabei so glücklich aus. Jedes dieser Kinder freut sich wenn du es nur an der Hand nimmst und anlächelst. Freude pur und das jeden Tag! Trotz dieser sehr großen Armut hat man den Eindruck, dass die Menschen glücklicher sind als im reichsten Land der Welt. Wie viele Spielzeuge besitzen die Kids in Deutschland? Wird nicht bei jedem Einkauf etwas neues an Spielzeug hinzugefügt? Nicht falsch verstehen, ich möchte keinen ankreiden, meine Kindheit verlief auch nicht ganz anders, aber dennoch möchte ich damit einfach zum nachdenken anregen.

Mein Fazit zum Schluß: Es ist nicht nötig viel zu besitzen um Glücklich zu sein.

Schalke 04

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Eine sehr große Überraschung bescherrte mir mein großer Bruder aus Deutschland, als er mir erzählte dass seine Arbeitskollegen Trikots sammelten um sie an unser Malo a mcherezo Fußballteam zu spenden. Da einer seiner Kollegen im Schalkefanclub ist und somit gute Verbindungen hatte kamen so auch einige Trikots zusammen. Ich war sehr erfreut und begeistert über diese Aktion. Da mein Bruder mich dann auch Ende Dezember/ Anfang Januar besuchte konnte ich mit meinen eigenen Augen sehen wieviele Trikots zusammengekommen sind. Ich bin hellauf begeistert. Einfach eine tolle Aktion!!!

Als ich es dann unseren Jungs erzählte und diese Trikots dann auch bei einem Training präsentierte waren allle total begeistert. Während dem Training tauschten die Jungs auch immer wieder die Trikots um einfach auch mal im anderen Trikot zu spielen. Einfach genial zu sehen wie sich Jungs über Originale Deutschland und Schalketrikots freuen. Vielleicht ist es in Zukunft auch möglich als Team im Schalke oder Deutschlandtrikot gegen andere Team anzutreten.

Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich beim Schalkefanclub bedanken. Unser Fußballteam von “Malo a mcherezo” sagt Danke!! Bin während meinem Leben in Deutschland auch ein großer Fußballfan gewesen. Hier in Malawi ist es leider nicht so gut möglich die Bundesliga zu verfolgen.

Ich wünsche dem Schalke 04 auf diesem Weg eine Erfolgreiche Saison 2016/17!

Guter Start 2017!?

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Mein Jahr 2017 hat alles andere als langweilig angefangen. Da wir als Gruppe über Neujahr am Malawisee waren konnten wir uns doch noch ein paar Tage anfang Januar erholen. Wir kamen am 7. Januar zurück ins Kinderdorf.

Für mich ging es sofort los, da im Kinderdorf nach dem Urlaub einige Kids krank aus dem Village zurückkamen. Da im Dorf die meisten ohne Moskitonetz schlafen lagen bei uns im Kinderdorf nach dem Urlaub dann alle Kinder mit Malaria flach. Gott sei dank verkraften einheimische Malaria ganz anders als wir Europäer. Somit hatte ich im Januar echt viel im medizinischen Bereich zu tun. Weiterhin wurde anfang Januar ein Junge aus dem Kinderdorf Matanda zu uns gebracht. Er war über längerem Zeitraum in Matanda krank gewesen und hatte schon zwei Aufenthalte im Krankenhaus hinter sich. Trotzdem wurde es nicht besser. Somit hatte ich die Ehre ihn anfang Januar zu versorgen und wieder aufzupuschen da er wirklich sehr krank war. Nun gut, einige Tage war er bei uns aber es wurde nicht wirklich besser. Somit entschloss ich mich dann nach einigen Tagen ihn in ein gutes, teures Krankenhaus in Blantyre zu bringen. Was ich dann dort erfahren hatte, habe ich in meinem ganzen jungen Jahren im Beruf nicht miterlebt. Diesem Jungen wurde Blut abgenommen und alle möglichen Tests wurden durchgeführt, da niemand wirklich wusste was sein Problem war. Für ein Moment blieb mir fast das Herz stehen als ich hörte das er ein HB Wert von 4,1 hatte. Wer im medizinischen Zuhause ist, weiß dass es sehr niedrig ist. Er ist bei einem Wert von 4,1 noch gegangen auch wenn sehr schwankend und schlapp. Viele von uns wären bei einem Wert von 4,1 schon unter der Erde. Er ist wirklich ein Kämpfer gewesen. Damit hatte ich nun dann den ganzen Januar zu tun. Im Krankenhaus bekam er dann eine Bluttransfusion und wurde ein wenig aufgepeppelt. Nach wenigen Tagen aber wieder heim geschickt. Somit hatte ich dann viel mit zu tun ihn wieder gesundheitlich herzurichten. Viel mit Nahrung und Flüssigkeit. Er wurde mit einem Wert von 7,4 wieder entlassen übrigens. Für deutsche Verhältnisse sehr riskant, für Malawi normal. Da er dann bei uns im Kinderdorf noch fieberte wurden ihm auch einige Tage Infusionen und Antibiotika verschrieben. Alles konnte ich im Kinderdorf erledigen. Januar war wirklich sehr aufregend und abwechslungsreich. Im großen und ganzen bin ich aber wirklich dankbar wie es alles gelaufen ist. Es war einfach mal eine Herausforderung diese Dinge natürlich mit einer tollen Hilfe aus meiner Gruppe und Gott zu meistern. Bestimmt möchtet ihr wissen wie es mit diesem Jungen nun ausgegangen ist. Ja, er ist weiterhin noch in unserem Kinderdorf. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden weil wir einfach sehr viel Zeit miteinander verbringen. Gesundheitlich geht es ihm besser. Trotzdem braucht er noch ein wenig Überwachung. Er geht schon manchmal raus und spielt mit anderen Kids wobei man ihm die Anstrengung noch ansieht. Zum Schluss ist rausgekommen dass es eine sehr starke Malaria war die ihn so mitgenommen hat. Er ist aber auf einem guten Weg wieder komplett gesund zu werden. Mittlerweile hab ich auch wieder Zeit um mich ein wenig auszuruhen. Es sieht so aus dass unser Kinderdorf wieder zur Normalität zurückgefunden hat. Die letzten Wochen bestanden die Tage oft aus 12 Stunden arbeiten. Abends fiel ich dann schon oft früh und müde, aber sehr erfüllt ins Bett.