Andacht zum 27. März 2020

Die Andacht zum Anhören

Lieber Brüder, liebe Schwestern im Herrn!

In Zeiten der Krise bekommt man es schon mal mit der Angst zu tun. Fragst du dich nicht auch manchmal: Wieso mache ich mir so große Sorgen um meine Gesundheit? Warum ist mir so bange vor der Zukunft? Ich bin doch ein Christ! Ich weiß es doch besser!

Wir wissen, dass Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16, 33) und doch bleibt ein mulmiges Gefühl. Wir kennen auch die wiederholte Aussage Jesu: „Ihr sollt euch nicht sorgen“ (Mt 6; Lk 12; …) und doch fällt es uns so schwer in diesem Gehorsam zu sein.

Wenn du über so etwas mit einem anderen Christen sprichst kann es sein, dass dieser dir dann antwortet: „Ja, dann sag es doch Jesus“ oder „Das musst du Gott im Gebet abgeben“. Das hört sich so einfach an. Wer von uns kennt nicht auch ein scheinbar erfolgloses Gebet. Es ändert sich nicht viel, man wird nicht wirklich ruhiger. Dann kam mir der Gedanke, vielleicht betest du nicht richtig? Ich hoffe du fühlst dich nicht angegriffen, aber es kann sein, dass sich mein und auch dein Gebet ändern muss. Gott ist es nicht egal, wie man zu Ihm kommt!

Am heutigen Tag des Fastens und Betens bitte ich dich, mit mir diese Bitte zu bewegen:

Herr, lehre uns beten.

Lukas 11, 1

Ich möchte uns 3 Aspekte zum wirksamen Gebet nahe bringen:

1. „Lehre uns die Voraussetzungen für das Gebet zu beachten“

Letzte Woche Freitag haben wir in der (Livestream-)Jugendstunde aus einem Arbeitsbuch einige Aspekte des Gebetes betrachtet. Dabei ist mir die Voraussetzung für ein wirksames Gebet aus Hebräer 10, 22 wichtig geworden:

„so lasst uns hinzutreten (in die Gegenwart Gottes)
(1.) mit wahrhaftigem Herzen,
(2.) in völliger Gewissheit des Glaubens,
(3.) durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen …“

(1.) Gott möchte, dass du ehrlich und aufrichtig zu Ihm kommst. Ohne unnötige Floskeln und schönen Worte, sondern einfach mit deinem echten Herzensanliegen. Lege deine Sache Gott offen vor und verstelle dich nicht dabei.

(2.) Wenn du ins Gebet gehst und dir nicht bewusst und sicher bist, ob Gott in der Lage ist dein Gebet zu erhören, dann lass es sein. Glaube, dass Gott ist und glaube das Gott Gott ist. „Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?“

(3.) Gott hört keinen Sünder. Selbst wenn du ein Kind Gottes bist und eine unbereinigte Sache zwischen dir und Gott steht, selbst dann nicht. Vielleicht ist dein Gebet erfolglos, weil es etwas gibt, das dein Gewissen belastet. Bevor du zu Gott kommst, solltest du Ihm deine Sünden bekennen, um als gereinigte Person zum heiligen Gott zu kommen.

Der nächste Aspekt lautet:

2. „Lehre uns im Gebet unsere Sorgen abzugeben“

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

1. Petrus 5, 7

Es ist für einen Christen nicht zu egoistisch Gott eigene Nöte und Sorgen zu nennen. Gott möchte Sie als ein liebender Vater hören und sich dessen annehmen. Alle eure Sorgen sollt ihr Ihm abgeben. Keine für euch behalten. Denkt nicht, dass Gott etwas zu groß oder zu klein ist. Denkt nicht, dass bestimmte Sorgen für euch sind und andere wiederum nur für Gott. ALLE eure Sorgen gebt ihm ab. Denkt darüber nach, was euch ALLES belastet. Fasst es in hörbare Worte und nennt Ihm jede eurer Sorgen.

Ihr sollt eure Sorgen auf Ihn werfen. Nicht bei euch behalten. Die Sorge muss Abstand zu euch bekommen. Sie muss durch einen starken Wurf weit weg zu Jesus geworfen werden. Macht euch vorher gründlich Gedanken was eure Sorgen und Nöte sind, aber dann werft sie weit weg und lasst sie bei Jesus. Überlasst sie Jesus.

Der 3. und letzte Gebets-Aspekt lautet:

3. „Lehre uns unablässig zu beten“

Nachzulesen in:
1. Thessalonicher 5, 17

Wie liebevolle Eltern möchten, dass ihre Kinder jederzeit mit all ihren Nöten aber auch mit ihrer Freude zu ihnen kommen, so möchte das auch unser himmlischer Vater. Verschieb es nicht auf den Abend oder den nächsten Morgen, sondern gewöhne es dir an im Zwiegespräch mit Jesus zu bleiben.

Dir ist etwas gelungen. Preis Gott. Es ist etwas schief gegangen, erzähle es Gott. Du denkst an eine Person, dann bete für Sie zu Gott. Du fühlst dich momentan alleine, dann sage es Gott, dem Vater.

Ich habe noch viel zu lernen, was es heißt richtig zu beten, lasst es uns gemeinsam tun:

Herr, lehre uns beten.

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