Alltag

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hallo meine lieben Freunde,

nun bin ich etwa 7 Monate in Malawi. Es fühlt sich so an als ob man hier schon ganz lange dazu gehört. Wir gehen dem Ende der Regenzeit zu. Das ganze Land blüht wunderschön, doch für uns ist es manchmal leider nicht so toll da durch die Regenzeit unsere Dustyroads sehr schlammig sind. Manchmal ist es mehr ein rutschen und kein Fahren mehr mit dem Auto. Einige von uns sind auch schon mit dem Auto im Graben gelandet. Eine sehr mühselige Arbeit die Autos wieder normal auf die Straße zu bringen. Ja ansonsten ist es aber wirklich wunderschön das Land momentan. Wenn ich mal aus dem Projekt rauskomme ist es schon so dass ich immer wieder über die Natur staunen kann. Hinter dieser Natur hat sich Gott wirklich Detailiert Gedanken gemacht.

Ansonsten gehen wir hier weiterhin unserem Alltag nach. Die Beziehungen zu unseren Kids ist einfach total super, langsam fühlt man sich wie beste Freunde mit diesen wundervollen Kindern. Nicht auszumalen wie schwer es für uns als Gruppe im Sommer sein wird uns hier von diesen Menschen zu verabschieden. Es sind mit der Zeit echt feste Freundschaften entstanden. An den Wochenenden ist es dann manchmal so dass wir mit unseren Kids unterwegs sind oder einfach zusammen auf unserem Ground spielen. Immer wieder erlebe ich Begebenheiten die einfach einmalig sind. Diese Kinder geben einem viel mehr zurück als ich im stande bin ihnen zu geben.

Es ist für uns ein komisches Gefühl mitzubekommen dass in Deutschland sich die nächsten IJFD-ler auf Malawi vorbereiten. Aber noch haben wir einige Monate hier um die Zeit zu genießen und natürlich nach Möglichkeit den Menschen hier zu helfen. Momentan tut sich einiges an unserem Gelände. Eins unserer Dorms ist beinah fertig, bald dürfen dort unsere Secondary School Mädels einziehen. Im Kinderdorf Dombole sind neue Bäder fast fertig. Es freut uns zu sehen wie sich einiges durch unser Mitwirken positiv verändert. Ja in Zukunft wird sich hier noch einiges tun. Es ist einfach toll zu sehen wie Menschen aus Deutschland dazu beitragen dass hier neue Gebäuden gebaut werden können.

Es ist für mich ein sehr prägendes Jahr, immer wieder lerne ich Dinge und bin einfach froh dies alles hier so miterleben zu können. Seid gerne dabei an einem 3 Wochen Einsatz über TO ALL NATIONS oder natürlich auch für ein IJFD.

Ich kann mich nicht zu oft bedanken bei diesen Menschen die mich im Gebet oder Finanziell unterstützen.

Armut

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Bestimmt haben sich viele Besucher dieser Blogseite noch keine wirklichen Gedanken über Armut gemacht. In unserem reichen Deutschland leidet auch wirklich niemand an Armut. Jedem wird geholfen, im äußersten Fall besorgt man sich Nahrung und Geld über den Sozialstaat. Es ist wirklich ein großes Privileg in Deutschland aufgewachsen zu sein. Kindergeld und was es sonst noch alles gibt, gibt uns eine gewisse Basis für unseren Unterhalt. Jeder wird durchgetragen sei er noch so Faul. Ganz anders sieht es hier in Malawi aus. Hier gibt es absolut keine staatlichen Gelder, niemand der dir bei Not eine Finanzspritze anbietet. Jeder schaut selbst dass er über die Runden kommt. Malawi lebt zum größten Teils aus eigenem Anbau was Nahrung angeht. Man lebt praktisch fast komplett von eigenem Gartenanbau. Die meisten Menschen bauen im eigenen Garten Mais an. Meist reicht es für etwa 3/4 Jahr. Wobei man sagen muss dass es natürlich sehr stark von der Natur abhängig ist. Je nachdem wie es in der Regenzeit regnet oder eben nicht. Es gibt Jahre wo die Regenzeit sehr schlecht war dann fällt natürlich auch die Ernte schlechter aus. Dieses Jahr ist leider wieder so ein Jahr wo ganz viele Malawier an Hunger leiden. Ganz viele Menschen betteln auf der Straße. Es muss aber nicht einmal auf der Straße die Kinder sein. Es ist leider auch so dass Kinder unserer Projekte an Wochenenden zuhause leider kaum was oder garnichts zu essen bekommen. Wobei wir alle Kinder mit Essen versorgen. Leider leben sie aber teils bei Oma oder Verwandten die ihr Essen dann entweder teilen oder für Alkohol und ähnliches verkaufen. Ja leider ist es manchmal doch so dass man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten. Bei einigen Kindern wünscht man sich doch dass man mehr tun könnte. Leider sind uns aber da die Hände gebunden. Wir können leider noch lange nicht alle unsere Kinder auf unserem Gelände leben lassen, dafür besitzen wir nicht die finanziellen Mittel. Vielleicht wird dies eines Tages möglich sein, was ich mir für einige Kinder herzlichst wünsche. Ansonsten ist die Armut in einem der ärmsten Ländern nicht zu übersehen. Gute Häuser sind hier Mangelware. Es gibt kaum Männer die wirklich für die Kosten der Familie aufkommen können. Kinder werden oft schon von klein auf zur Arbeit verdonnert weil die Familie, wenn man es so nennen kann, nicht über die Runden kommt. Großteil der Malawier lebt von unter einem Euro pro Tag. Haben wir uns schonmal Gedanken gemacht was wir in Deutschland für einen Euro kaufen können. Mir fällt nicht wirklich viel ein. Ein Malawier mit Auto muss schon wirklich sehr wohlhabend sein um sich ein Auto kaufen zu können. Die Kids sind immer verwundert wenn sie wissen, dass ich in Deutschland ein eigenes Auto besitze. Ja eins der reichsten Länder trifft auf eins der ärmsten Länder. Vom Materiellen ist Malawi wirklich sehr arm. Aber macht das Materielle wirklich glücklich? Bin ich nur glücklich wenn ich viel besitze? Ganz klar nicht!! Die Malawier sind sehr glückliche Menschen obwohl sie nicht viel besitzen. Die Kids spielen ohne Spielzeuge im Dreck und sehen dabei so glücklich aus. Jedes dieser Kinder freut sich wenn du es nur an der Hand nimmst und anlächelst. Freude pur und das jeden Tag! Trotz dieser sehr großen Armut hat man den Eindruck, dass die Menschen glücklicher sind als im reichsten Land der Welt. Wie viele Spielzeuge besitzen die Kids in Deutschland? Wird nicht bei jedem Einkauf etwas neues an Spielzeug hinzugefügt? Nicht falsch verstehen, ich möchte keinen ankreiden, meine Kindheit verlief auch nicht ganz anders, aber dennoch möchte ich damit einfach zum nachdenken anregen.

Mein Fazit zum Schluß: Es ist nicht nötig viel zu besitzen um Glücklich zu sein.

Schalke 04

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Eine sehr große Überraschung bescherrte mir mein großer Bruder aus Deutschland, als er mir erzählte dass seine Arbeitskollegen Trikots sammelten um sie an unser Malo a mcherezo Fußballteam zu spenden. Da einer seiner Kollegen im Schalkefanclub ist und somit gute Verbindungen hatte kamen so auch einige Trikots zusammen. Ich war sehr erfreut und begeistert über diese Aktion. Da mein Bruder mich dann auch Ende Dezember/ Anfang Januar besuchte konnte ich mit meinen eigenen Augen sehen wieviele Trikots zusammengekommen sind. Ich bin hellauf begeistert. Einfach eine tolle Aktion!!!

Als ich es dann unseren Jungs erzählte und diese Trikots dann auch bei einem Training präsentierte waren allle total begeistert. Während dem Training tauschten die Jungs auch immer wieder die Trikots um einfach auch mal im anderen Trikot zu spielen. Einfach genial zu sehen wie sich Jungs über Originale Deutschland und Schalketrikots freuen. Vielleicht ist es in Zukunft auch möglich als Team im Schalke oder Deutschlandtrikot gegen andere Team anzutreten.

Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich beim Schalkefanclub bedanken. Unser Fußballteam von “Malo a mcherezo” sagt Danke!! Bin während meinem Leben in Deutschland auch ein großer Fußballfan gewesen. Hier in Malawi ist es leider nicht so gut möglich die Bundesliga zu verfolgen.

Ich wünsche dem Schalke 04 auf diesem Weg eine Erfolgreiche Saison 2016/17!

Guter Start 2017!?

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Mein Jahr 2017 hat alles andere als langweilig angefangen. Da wir als Gruppe über Neujahr am Malawisee waren konnten wir uns doch noch ein paar Tage anfang Januar erholen. Wir kamen am 7. Januar zurück ins Kinderdorf.

Für mich ging es sofort los, da im Kinderdorf nach dem Urlaub einige Kids krank aus dem Village zurückkamen. Da im Dorf die meisten ohne Moskitonetz schlafen lagen bei uns im Kinderdorf nach dem Urlaub dann alle Kinder mit Malaria flach. Gott sei dank verkraften einheimische Malaria ganz anders als wir Europäer. Somit hatte ich im Januar echt viel im medizinischen Bereich zu tun. Weiterhin wurde anfang Januar ein Junge aus dem Kinderdorf Matanda zu uns gebracht. Er war über längerem Zeitraum in Matanda krank gewesen und hatte schon zwei Aufenthalte im Krankenhaus hinter sich. Trotzdem wurde es nicht besser. Somit hatte ich die Ehre ihn anfang Januar zu versorgen und wieder aufzupuschen da er wirklich sehr krank war. Nun gut, einige Tage war er bei uns aber es wurde nicht wirklich besser. Somit entschloss ich mich dann nach einigen Tagen ihn in ein gutes, teures Krankenhaus in Blantyre zu bringen. Was ich dann dort erfahren hatte, habe ich in meinem ganzen jungen Jahren im Beruf nicht miterlebt. Diesem Jungen wurde Blut abgenommen und alle möglichen Tests wurden durchgeführt, da niemand wirklich wusste was sein Problem war. Für ein Moment blieb mir fast das Herz stehen als ich hörte das er ein HB Wert von 4,1 hatte. Wer im medizinischen Zuhause ist, weiß dass es sehr niedrig ist. Er ist bei einem Wert von 4,1 noch gegangen auch wenn sehr schwankend und schlapp. Viele von uns wären bei einem Wert von 4,1 schon unter der Erde. Er ist wirklich ein Kämpfer gewesen. Damit hatte ich nun dann den ganzen Januar zu tun. Im Krankenhaus bekam er dann eine Bluttransfusion und wurde ein wenig aufgepeppelt. Nach wenigen Tagen aber wieder heim geschickt. Somit hatte ich dann viel mit zu tun ihn wieder gesundheitlich herzurichten. Viel mit Nahrung und Flüssigkeit. Er wurde mit einem Wert von 7,4 wieder entlassen übrigens. Für deutsche Verhältnisse sehr riskant, für Malawi normal. Da er dann bei uns im Kinderdorf noch fieberte wurden ihm auch einige Tage Infusionen und Antibiotika verschrieben. Alles konnte ich im Kinderdorf erledigen. Januar war wirklich sehr aufregend und abwechslungsreich. Im großen und ganzen bin ich aber wirklich dankbar wie es alles gelaufen ist. Es war einfach mal eine Herausforderung diese Dinge natürlich mit einer tollen Hilfe aus meiner Gruppe und Gott zu meistern. Bestimmt möchtet ihr wissen wie es mit diesem Jungen nun ausgegangen ist. Ja, er ist weiterhin noch in unserem Kinderdorf. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden weil wir einfach sehr viel Zeit miteinander verbringen. Gesundheitlich geht es ihm besser. Trotzdem braucht er noch ein wenig Überwachung. Er geht schon manchmal raus und spielt mit anderen Kids wobei man ihm die Anstrengung noch ansieht. Zum Schluss ist rausgekommen dass es eine sehr starke Malaria war die ihn so mitgenommen hat. Er ist aber auf einem guten Weg wieder komplett gesund zu werden. Mittlerweile hab ich auch wieder Zeit um mich ein wenig auszuruhen. Es sieht so aus dass unser Kinderdorf wieder zur Normalität zurückgefunden hat. Die letzten Wochen bestanden die Tage oft aus 12 Stunden arbeiten. Abends fiel ich dann schon oft früh und müde, aber sehr erfüllt ins Bett.

Lake Malawi

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Hallo meine lieben Freunde,

wir verbringen momentan einige unserer Seminartage am Malawi See. Die ersten Tage unseres Aufenthaltes am See haben wir uns von den Arbeiten der letzten Monate erholt. Wir als Gruppe konnten zusammen ein tollen Übergang ins Jahr 2017 feiern. Zusammen verbrachten wir die letzten Stunden des Jahres 2016 auf einer kleinen Insel. Konnten das Ufer aber gut sehen und das kleine Feuerwerk genießen. Es war auch ein komisches Gefühl als ganze Gruppe um Mitternacht ins Wasser zu laufen. Da man sonst zu Silvester meist im kalten Deutschland ist war dies eine ganz neue Erfahrung für uns. Jedenfalls konnten wir die letzten Tage einfach mal durchschnaufen. Die Zeit konnte ich aber trotzdem gut nutzen um mit Malawiern gut ins Gespräch zu kommen oder einfach mit den Kids zusammen Fußball zu spielen. Es ist einfach eine schöne Zeit. Nun sind wir diese Tage in unseren Seminartagen. Wir reflektieren unsere ersten 4 Monate. Was ist gut gelaufen und was können wir verbessern? Wo ist einiges Ausbaufähig? So oder so ähnliche Fragen beschäftigen uns nun die nächsten Tage. Es ist schön auch mal zurückzuschauen und einfach zu realisieren wie so die letzten Monate waren. Uns als Gruppe ist es wichtig zu schauen wo wir Dinge verbessern können. Wir sind Gott für diese Zeit sehr dankbar. Jeden Tag aufs neue sehen wir, wie Gott Wunder tut. Wir können einfach nur staunen wie die ersten Monate für uns gelaufen sind. Eine weitere Ermutigung für mich ist, dass einige Personen  aus meiner Familie mich besuchen gekommen sind. Es ist eine sehr große Ermutigung wenn ich weiß, dass meine Familie hinter mir steht und mich in meiner Arbeit sehr gut unterstützt. Nun gut, es geht heute weiter mit dem Seminar. Ich wünsche allen ein gesegnetes Jahr 2017!

P.s Es werden auch noch Artikel über unsere Weihnachtsfeiern erscheinen, mir fehlen noch einige Fotos dazu.

Eine Moglichkeit ein wenig Geld zu verdienen, mit Musik.
Musikband die mit selbtsgebastelten Dingen Musik macht.

Weihnachten!!

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Hi meine Freunde!!

Nun stehen auch bei uns in Malawi die Weihnachtstage an. Einige Feiern in den Kinderdörfern haben wir die letzten Tage schon gefeiert. Heute und morgen wird noch ein wenig gefeiert.

Da ich die letzten 2 Wochen viel zu tun hatte konnte ich mich leider nicht viel um meine Blogseite kümmern. Ich verspreche euch aber dies alles im Januar nachzuholen. Ich werde euch über unsere Feiern mit den Kindern berichten!

Heute abend und morgen stehen feiern mit unseren deutschen Team an. Die nächsten 2 Wochen werden wir auch viel unterwegs sein. Ich möchte euch auf diesem Weg besinnliche Weihnachtstage wünschen und ein gesegnetes neues Jahr 2017!

Weihnachtsfeier Kinderdorf Dombole

Dorfbesuch

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Liebe Freunde,

wir werden immer mal wieder um Hilfe gebeten. Es kommen Verwandte zurückgebliebener Kinder zu uns ans Dorf und fragen um Hilfe. Leider ist es so, dass wir noch lange nicht alle Kinder aufnehmen können. Unsere Kapazität reicht da leider lange noch nicht. Dennoch ist es so, dass wir versuchen immer mal wieder Dorfbesuche zu machen um die Situation bei diesen Hilfebedürftigen Kindern zu prüfen. Daraufhin wird unter unseren Mitarbeitern entschieden ob das Kind aufgenommen wird oder ob es weiterhin im Dorf bleiben muss. Zu einem dieser Dorfbesuche durfte ich vor wenigen Wochen mitfahren. Da ich letztes Jahr schon einen Eindruck mitbekommen habe, wusste ich in etwa was mich erwarten würde. Dennoch war ich total schockiert unter welchen Umständen die Menschen in diesem Dorf leben mussten. Wir besuchten eine Oma die 7 Kinder ihrer verstorbenen Tochter großziehen musste. Das Haus war sehr klein und wir fragten uns wie dort so viele Kinder unterkommen konnten. Die Oma selber trafen wir im Dorf auch garnicht vor, sie ging morgens früh in die Berge um etwas essbares für ihre Enkelkinder zu finden. Dieses ganze Dorf lebte praktisch davon was tagsüber an essbarem gefunden wurde. Es war sehr schlimm mit anzusehen wie diese Kinder uns mit Hoffnungsvollen Augen ansahen. Wir fühlten uns beim Gedanken schlecht soviel essbares zu besitzen. Leider dachten wir auch nicht dran essbares, wie z.b Maissack für diese Familie aus unserem Kinderdorf mitzunehmen. Nach einem Gespräch mit der Tante konnten wir diesen Kindern aber Hoffnung schenken, indem wir ihnen versicherten dass sie ab anfang Januar in unserem Kinderdorf aufgenommen werden. Ja, die ganze Verwandtschaft war erleichtert zu wissen dass es diesen Kindern ab Januar besser gehen wird. Wir hatten leider nichts essbares mit aber dennoch war es möglich dass ihr Onkel mit uns zurückfuhr und wir ihm einen Maissack geben konnten für die  Weihnachtstage. Wir verabschiedeten uns und fuhren ein nächstes armes Dorf an.

Im anderen Dorf besuchten wir auch eine Oma mit vielen Kindern. Auch dort war alles sehr arm. Wir hörten uns auch dort einiges an und sahen schon an den Verhältnissen dass es der Familie nicht gut ging. Ja, auch in diesem Dorf konnten wir an diesem Tag Kinder glücklich machen. Auch ihnen konnten wir versichern dass sie ab Januar ein neues Zuhause haben werden. Es war ein Tag voller schockierenden Bildern die wir so aus unserem reichen Deutschland nicht kennen. Diese Auge die voller Enttäuschung und Armut gekennzeichnet sind. Menschen die ihr Leben damit verbringen jeden Tag zu gucken dass sie überleben.
Wir konnten aber auch an diesem schönen Tag viel Hoffnung weitergeben. Diese Kinder werden auf einem Bett schlafen, sich normal duschen können, dreimal täglich essen bekommen und vieles mehr. Menschen denen sie was Wert sind.

Natürlich bekommen auch diese Kinder geistliche Betreuung und Schulbildung. Wir als Freiwillige freuen uns schon riesig auf diese neuen Kinder. Diese Betreuung ist aber natürlich nur möglich weil ganz viele Menschen in Deutschland dafür beten. Es gibt Kinder in Deutschland die ihr Taschengeld opfern um diesen armen Kindern in Malawi zu helfen. Dafür bin ich Gott von Herzen dankbar. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit zu sehen wie viele Menschen uns aus Deutschland unterstützen durch Gebet oder durch Spenden. Auch jetzt zu den Feiertagen sehen wir immer wieder wie Menschen bereit sind aus ihrem Überfluss zu geben. Vielen Dank!!

Ich wünschen euch besinnliche Adventstage!

“Schwarz-Weiß”!?

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Mittlerweile wurde ich schon einige male gefragt wie es den so ist als “Weißer” durch Malawi zu reisen. Sehen die Malawier uns “weiße” als was besonderes an?

Nun ja, ich möchte es euch versuchen zu erklären. Zuerst muss man ganz klar sagen, dass “weiße” Menschen schon als besonders angesehen werden. Allein schon durch die Vergangenheit von Malawi. Mittlerweile ist man als “weißer” in den Großstädten keine Attraktion mehr. Fährt man aber aufs Land hinaus ändert es sich ganz schnell. Im Auto ist man ja ganz sicher aber sollte man aus dem Auto steigen ist es schnell möglich dass ganz viele Kinder um dich rum stehen, dich anfassen möchten oder dich einfach nur ununterbrochen anstarren. Natürlich denken die Malawier auch dass alle “weißen” automatisch Reich sind. Manchmal bekommt man dann auch auf dem Markt so etwas zu hören wie z.B “Give me my Money”! (Gib mir mein Geld). Ansonsten sind die meist einfach nur fasziniert von einem “weißen” und starren einfach ununterbrochen. Fährt man in ganz abgelegene Gebiete, ins wirklich tiefe Afrika so kann es oft vorkommen, dass die Menschen sich zur Begrüßung auf die Knie stellen deine Hand nehmen und sich verneigen. Anfangs etwas ungewöhnlich aber daran gewöhnt man sich dann schnell. Ja es ist etwas ganz besonderes für die Afrikaner Menschen weißer Hautfarbe zu sehen. Es herrscht leider auch noch immer in vielen Köpfen, dass Menschen weißer Hautfarbe etwas besseres sind. Sie sind Reich, leben glücklich und zufrieden und natürlich besitzen sie alles. Es gibt die faszinierensten Geschichten was die Malawier über “weiße” Menschen denken. Bei uns in den Dörfern ist es natürlich schon so, dass die Kinder uns kennen und wir versuchen mit den einheimischen Mitarbeitern auf einer Ebene zu sein. Wir versuchen uns durch unser Handeln als nichts besseres darzustellen. Wobei natürlich auch ältere Menschen es so beigebracht bekommen haben uns besser behandeln zu müssen. Wir versuchen ihnen natürlich nicht ihre Kulturübermittlungen wegzunehmen. Wir versuchen einfach ihnen gleich zu sein, schließlich sind wir nichts besseres. “Gott liebt alle Menschen gleich”, und das versuchen wir in Wort und Tat auszuleben und umzusetzen!

Vorstellung

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Es kommt vielleicht etwas spät über meine anderen IJFD-ler zu berichten, aber dennoch möchte ich es wagen ein wenig über ihre Arbeitsbereiche zu erzählen. Da wir uns aus Deutschland kaum kannten und wir auch verstreut aus Deutschland kommen ist es nicht immer einfach unter einem Dach zu leben für 11 Monate. Es ist für uns aber immer wieder schön zu sehen wie Gott verschiedene Charaktäre zusammenführt.

Tagsüber sind wir jeweils in unseren Arbeitsbereichen. Die Gruppe besteht aus 4 Mädels und 4 Jungs. Bei den Jungs ist es so dass wir 1 Driver (Fahrer) haben der für uns 3 mal die Woche einkäufe erledigt. Desweiteren erledigt er Fahrten von kranken Menschen oder fährt Stroh für unsere Tiere. Manchmal kommt es auch vor dass er auf der Ladefläche des Pick-up eine Kuh transportiert 😀 Da aber momentan unser Driver aufgrund eines Mittelfußknochenbruch aus dem Rennen ist hat unser 2 Driver die ganze Arbeit für ihn erstmal übernommen. Es ist schon ein sehr herausfordernde Job. Desweiteren ist einer unserer Jungs Hausmeister. Er erledigt Sachen die bei uns im Haus anfallen, aber leitet auch die ganzen Handarbeiten die auf dem Gelände anfallen. Da hier einige einheimische Mitarbeiter angestellt sind, ist es oft aber auch nur ein anleiten oder Aufgaben verteilen.

Meinen Aufgabenbereich hatte ich ja schon einmal vorgestellt 🙂
Sollte unser Driver bald gesund werden wird der 2 Driver den Hausmeister in seinen Aufgaben unterstützen.

Bei den Mädels ist es so dass 2 unserer Mädels im Kindergarten tätig sind. Dieser ist jeden Tag während der Woche von 9-12 Uhr geöffnet. Dort wird den Kindern ein wenig Englisch beigebracht, die Kids hören immer wieder spannende Geschichten und vieles mehr. Diese Aufgabe kann teils auch anstrengend werden. Unsere Mädels können uns immer wieder am Mittagstisch lustige Geschichten vom Kindergarten erzählen, somit bekommen wir auch immer einiges mit und können uns köstlich drüber amüsieren.

Natürlich brauchen wir auch jeden Tag gut was zu essen um unseren Arbeiten auch nachgehen zu können. Auch diese Aufgabe erledigt einer unserer Mädels immer mit Sorgfalt. Es ist immer wieder herausfordernd irgendwie unterschiedliche Dinge zu kochen, da hier leider nicht so viel Auswahl an Ware ist wie in Deutschland. Aber wir sind dankbar für alles was uns schmeckt und Kraft gibt für den Tag.

Ein weiteren Aufgabenbereich hab ich noch nicht erwähnt. Einer unserer Mädels kümmert sich um unsere Bibliothek. Da wir auf unserem Gelände eine eigene Secondary School ist es wichtig, dass unsere Kinder sich dort in der Bibliothek zurückziehen können um zu lernen und auch Material haben um sich weiterzubilden. Auch mich zieht es manchmal dorthin um einfach ein wenig zu lesen. Da mir die Zeit leider meist fehlt wird es wohl eher eine Seltenheit bleiben.
Damit bin ich am Ende meiner kleinen Vorstellungsrunde angekommen. Es ist immer wieder schön zu sehen wie wir uns als unterschiedliche Menschen doch sehr gut ergänzen in unseren Aufgaben. Für die meisten ist es ein Aufgabenbereich worin wir vorher keine Erfahrung hatten, aber dennoch sind wir Gott dankbar dass es so gut funktioniert. Vielleicht bist du auch unerfahren und hast noch keine Ahnung was nächstes Jahr nach der Schule ansteht. So ein Jahr hier ist gut um es heraus zu finden.

Kidshaus

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Bestimmt haben sich schon einige die Frage gestellt wie und wo die Kinder denn hier leben. Hierzu möchte ich euch einiges erzählen. Es ist so, dass die Verantwortlichen sich bewusst dazu entschieden haben, so viele Kinder wie möglich in den jeweiligen Dörfern leben zu lassen. Für die Kinder ist es sehr wichtig ihr kulturelles Umfeld nicht zu verlieren. Somit leben die meisten unserer Kinder in ihren Dörfern und sind nur tagsüber bei uns in der Betreuung. Für Kinder wo es aber niemanden mehr gibt, sei es Eltern oder Verwandte ist es so dass diese Kinder bei uns auf dem Gelände leben. Wenn für diese Kinder keiner mehr sorgen kann nehmen wir diese Kinder bei uns auf. Das bedeutet diese Kinder schlafen in einem Bett, werden morgens/mittags/abends mit Essen versorgt und leben praktisch wie in einer großen Familie zusammen. Im Haus leben Amayis (Mütter) die für diese Kinder jeden Tag sorgen. In Zukunft sollen Hauseltern auch mit darin leben damit diese Kinder einfach das Gefühl dafür bekommen mit Mama und Papa zu leben. Eine Familie wie wir es aus Deutschland meist noch kennen, ist hier in Malawi leider fast komplett unbekannt.  Momentan haben wir hier zwei Kinderhäuser wobei dies in naher Zukunft alles ausgebaut werden soll. Mit diesen Kindern die auf unserem Gelände leben haben wir als Freiwillige am meisten tagsüber zu tun. Wir schlafen teils bei denen, essen mit diesen Kindern zusammen und können uns den ganzen Tag einfach mit diesen Kindern beschäftigen und diese Kinder natürlich auch geistlich prägen. Natürlich ist es aber auch so dass wir sehr gute Kontakte zu unseren Tageskindern haben. Kinder die bei Verwandten leben und tagsüber von uns betreut werden. Diese Kinder kommen meist vor der Schule zu uns bekommen von uns Essen und gehen dann zur Schule. Nach der Schule gibt es auch für diese Kinder Mittagessen und dann teils Nachhilfe, Freizeitaktivitäten z.B Tischtennis, Fußball und vieles mehr. Geistliche arbeit wird natürlich auch mit unseren Tageskindern geführt. Kurz bevor unsere Tageskinder abends den Heimweg antretten, wird noch zu Abend gegessen. Somit werden auch unsere Tageskinder mit allem versorgt was sie benötigen. Jeden Tag betreuen wir in unserem Kinderdorf mehr als 100 Kinder. Wir haben die Möglichkeit diesen Kindern was für ihr Leben mitzugeben. Diese Kinder zu prägen, damit diese Kinder eines Tages ihre Familie und eigene Kinder prägen können. Somit kann Stück für Stück dieses Land verändert werden. Vielleicht sind es ganz kleine Dinge die wir ins Herz dieser Kinder pflanzen, aber daraus können eines Tages große Dinge entstehen.