Rückblick auf Malawi

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Voller Freude und Dankbarkeit schaue ich auf die letzten 12 Monate zurück. Ich durfte die letzten 12 Monate in Malawi (Afrika) meinen Internationalen Jugendfreiwilligen Dienst mit weiteren 7 Jugendlichen absolvieren. Wir kamen aus ganz verschiedenen Teilen Deutschlands, und dennoch bildeten wir eine tolle Einheit. Unseren Dienst absolvierten wir über TO ALL NATIONS in den “Malo a mcherezo” Kinderdörfern in Malawi.

Unsere täglichen Aufgaben waren ganz verschieden. Einige von uns kamen von der Schulbank direkt zu diesem Dienst. Andere wiederum hatten in Deutschland schon einen festen Beruf erlernt und konnten somit in Malawi – wenn nützlich – dem Beruf nachgehen. Wir als Gruppe waren schon sehr unterschiedlich und dennoch waren wir eine Einheit, weil uns die Liebe zu Jesus verband. Da ich in Deutschland schon den Beruf als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger erlernt hatte, konnte ich damit den Menschen in Malawi gut weiterhelfen.

Wir waren im Hauptkinderdorf eingesetzt, wo sich auch die meisten Kinder aufhielten. Meine täglichen Aufgaben waren meist im medizinischen Bereich. Auf unserer Erste Hilfe Station konnte ich meist Kinder mit Malaria oder kleinen Wunden weiterhelfen. Meist waren es kleine Dinge und oft brauchten diese Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, auch nur ein wenig Aufmerksamkeit, die wir ihnen natürlich gerne entgegen brachten. Nach ein wenig Aufmerksamkeit und einer Umarmung ging es vielen dieser Kindern auch schon besser. Manchmal hielt sich Malaria aber ganz schön hartnäckig und es waren einige Tage an Betreuung dieses Kindes notwendig.

Gott sei dank erlebte ich diese 12 Monate ohne wirklich sehr gravierenden Zwischenfällen. Ein weiterer großer Aspekt meiner Arbeit war die Veranstaltung von Boysmeetings (Jungengottesdienst). Jeden Dienstag durfte ich mich mit Jungs von 18 Jahren und älter zusammensetzen und über bewegende Themen nachdenken. Teils Themen, die die Jugendlichen aktuell bewegten oder auch biblische Themen. Es war eine wirklich tolle Zeit. Da wir auf dem Gelände dieses Kinderdorfes lebten verbrachten wir den ganzen Alltag mit den Kindern. Nachmittags und nach Arbeitsschluss nahmen wir uns immer viel Zeit mit den Kindern zu spielen oder auch einfach nur zu reden und tiefe Gemeinschaft zu haben. Jeder brachte sich dort ein wo er seine Begabung entdeckte.

Wir als Gruppe konnten eine wirklich tolle Gemeinschaft auch an den Abenden zusammen erleben. Wir tauschten uns immer wieder über biblische Themen aus oder berichteten über Gebetsanliegen, um uns dann gemeinsam Zeit fürs Gebet zu nehmen. Rückblickend kann ich nur staunen, wie Gott dieses Jahr so wunderbar geführt hat. Für mich war das ein Jahr, in dem ich geistlich in vielerlei Hinsicht wirklich wachsen konnte und viele Dinge mit Gott erleben konnte. Hiermit möchte ich auch jedem Jugendlichen empfehlen, solche Erfahrungen zu machen, solang dies im jungen Alter möglich ist. Ein Jahr anderen Menschen, die es nicht so gut haben wie wir, zu dienen, ist eine tolle Erfahrung, die jeden im Leben weiterbringen wird.

Ich danke euch nochmals für die tolle Unterstützung, die Ihr mir erwiesen habt. Möge Gott euch dafür Segnen!

Vor allem aber bin ich Gott für diese Möglichkeit dankbar! Er führt uns unfassbar unterschiedliche Wege aber dennoch sind es Wege die für uns am Besten sind.

Gott die Ehre!

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