Sambiaerfahrung

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Eine interessante Erfahrung aus Sambia möchte ich euch nicht vorenthalten. Wie schon bekannt sind wir Ende April Anfang Mai in Sambia gewesen. Wir besuchten die Viktoriafälle in Livingstone und sind auch in der Hauptstadt Lusaka gewesen. Auf dem Rückweg wollten wir noch in einen sehr bekannten Nationalpark. Naja, wir machten uns an einem Morgen auf den Weg dorthin. Wir wussten dass es eine lange Fahrt durch Wald usw werden würden aber dass es dann so weit von der Zivilisation weg sein sollte haben wir dann doch nicht geahnt. Wir fuhren also immer tiefer ins Niemandsland und wunderten uns dann schon immer mehr wo den dort ein Nationalpark sein sollte. Wir haben unserem Auto dort echt einiges zugemutet. Nichts ahnend fuhren wir weiter sahen dann vor uns eine etwas größere Wasserpfütze und versuchten durchzufahren aber gut, dies war nicht so einfach. So blieben wir dort tief im Matsch mit unserem Auto hängen. Weit und breit keine wirkliche Zivilisation. Da es langsam dunkel wurde machten wir uns schnell daran unser Auto aus dem Matsch zu befreien aber dies gestaltete sich dann doch nicht so einfach. Gott sei dank kamen dann auch schnell einheimische die uns beim befreien halfen. Jedoch konnten wir uns nicht so schnell befreien. Wir richteten also dann spät abends Bette auf dem nackten Boden ein. Es war für uns alle ein komisches Gefühl mitten in der Wildnis zu schlafen. Vielleicht könnten nachts wilde Tiere kommen?

So gingen wir mit einem komischen Gefühl schlafen. Aber Gott sei dank überlebten wir diese Nacht ohne Begegnungen mit Schlangen oder sonst wilden Tieren. Am nächsten Morgen ging es sofort weiter mit dem aufgraben des Autos. Wir konnten es dann mit und mit mehr befreien. Nach einer Zeit war es dann soweit dass wir es rausholen konnten. Bevor wir es aber rausholen konnten setzten wir es nochmal tiefer in den Schlamm. Wir waren schon ein wenig verzweifelt, hier würde kein Auto vorbeikommen um uns rauszuziehen. Die Anspannung war uns wirklich anzumerken. Im Endeffekt ging es dann doch schneller als erwartet. Durch diese Zeit haben wir als Gruppe echt viel gebetet weil wir uns bewusst waren dass uns hier nur Gott rausholen konnte. Wir waren Gott wirklich dankbar dass er uns dann doch so schnell rausgeholt hat. Dies hat uns ganz klar gezeigt wie abhängig wir von Gott sind. Ja, aber es war im Nachhinein eine wirkliche Grenzerfahrung. Wir hatten kaum noch was zu trinken und essen. Die einheimischen dort in Sambia konnten wir kaum verstehen und das Wasser aus dem Fluss war für uns nicht trinkbar. Zwei unserer Gruppe wollten sich auf den Weg zurück machen um Hilfe zu holen, als wir dann aber zurückfuhren wurde uns klar dass wir dafür bestimmt 2-3 Tage gebraucht hätten. Wir waren etwa 120 km von einer halbwegs großen Stadt entfernt. Wir waren danach so erleichtert als wir alle wieder im Auto sahsen und eine größere Stadt erreichten. Ein echt interessantes Abenteuer!

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