Guter Start 2017!?

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Mein Jahr 2017 hat alles andere als langweilig angefangen. Da wir als Gruppe über Neujahr am Malawisee waren konnten wir uns doch noch ein paar Tage anfang Januar erholen. Wir kamen am 7. Januar zurück ins Kinderdorf.

Für mich ging es sofort los, da im Kinderdorf nach dem Urlaub einige Kids krank aus dem Village zurückkamen. Da im Dorf die meisten ohne Moskitonetz schlafen lagen bei uns im Kinderdorf nach dem Urlaub dann alle Kinder mit Malaria flach. Gott sei dank verkraften einheimische Malaria ganz anders als wir Europäer. Somit hatte ich im Januar echt viel im medizinischen Bereich zu tun. Weiterhin wurde anfang Januar ein Junge aus dem Kinderdorf Matanda zu uns gebracht. Er war über längerem Zeitraum in Matanda krank gewesen und hatte schon zwei Aufenthalte im Krankenhaus hinter sich. Trotzdem wurde es nicht besser. Somit hatte ich die Ehre ihn anfang Januar zu versorgen und wieder aufzupuschen da er wirklich sehr krank war. Nun gut, einige Tage war er bei uns aber es wurde nicht wirklich besser. Somit entschloss ich mich dann nach einigen Tagen ihn in ein gutes, teures Krankenhaus in Blantyre zu bringen. Was ich dann dort erfahren hatte, habe ich in meinem ganzen jungen Jahren im Beruf nicht miterlebt. Diesem Jungen wurde Blut abgenommen und alle möglichen Tests wurden durchgeführt, da niemand wirklich wusste was sein Problem war. Für ein Moment blieb mir fast das Herz stehen als ich hörte das er ein HB Wert von 4,1 hatte. Wer im medizinischen Zuhause ist, weiß dass es sehr niedrig ist. Er ist bei einem Wert von 4,1 noch gegangen auch wenn sehr schwankend und schlapp. Viele von uns wären bei einem Wert von 4,1 schon unter der Erde. Er ist wirklich ein Kämpfer gewesen. Damit hatte ich nun dann den ganzen Januar zu tun. Im Krankenhaus bekam er dann eine Bluttransfusion und wurde ein wenig aufgepeppelt. Nach wenigen Tagen aber wieder heim geschickt. Somit hatte ich dann viel mit zu tun ihn wieder gesundheitlich herzurichten. Viel mit Nahrung und Flüssigkeit. Er wurde mit einem Wert von 7,4 wieder entlassen übrigens. Für deutsche Verhältnisse sehr riskant, für Malawi normal. Da er dann bei uns im Kinderdorf noch fieberte wurden ihm auch einige Tage Infusionen und Antibiotika verschrieben. Alles konnte ich im Kinderdorf erledigen. Januar war wirklich sehr aufregend und abwechslungsreich. Im großen und ganzen bin ich aber wirklich dankbar wie es alles gelaufen ist. Es war einfach mal eine Herausforderung diese Dinge natürlich mit einer tollen Hilfe aus meiner Gruppe und Gott zu meistern. Bestimmt möchtet ihr wissen wie es mit diesem Jungen nun ausgegangen ist. Ja, er ist weiterhin noch in unserem Kinderdorf. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden weil wir einfach sehr viel Zeit miteinander verbringen. Gesundheitlich geht es ihm besser. Trotzdem braucht er noch ein wenig Überwachung. Er geht schon manchmal raus und spielt mit anderen Kids wobei man ihm die Anstrengung noch ansieht. Zum Schluss ist rausgekommen dass es eine sehr starke Malaria war die ihn so mitgenommen hat. Er ist aber auf einem guten Weg wieder komplett gesund zu werden. Mittlerweile hab ich auch wieder Zeit um mich ein wenig auszuruhen. Es sieht so aus dass unser Kinderdorf wieder zur Normalität zurückgefunden hat. Die letzten Wochen bestanden die Tage oft aus 12 Stunden arbeiten. Abends fiel ich dann schon oft früh und müde, aber sehr erfüllt ins Bett.

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