Dorfbesuch

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Liebe Freunde,

wir werden immer mal wieder um Hilfe gebeten. Es kommen Verwandte zurückgebliebener Kinder zu uns ans Dorf und fragen um Hilfe. Leider ist es so, dass wir noch lange nicht alle Kinder aufnehmen können. Unsere Kapazität reicht da leider lange noch nicht. Dennoch ist es so, dass wir versuchen immer mal wieder Dorfbesuche zu machen um die Situation bei diesen Hilfebedürftigen Kindern zu prüfen. Daraufhin wird unter unseren Mitarbeitern entschieden ob das Kind aufgenommen wird oder ob es weiterhin im Dorf bleiben muss. Zu einem dieser Dorfbesuche durfte ich vor wenigen Wochen mitfahren. Da ich letztes Jahr schon einen Eindruck mitbekommen habe, wusste ich in etwa was mich erwarten würde. Dennoch war ich total schockiert unter welchen Umständen die Menschen in diesem Dorf leben mussten. Wir besuchten eine Oma die 7 Kinder ihrer verstorbenen Tochter großziehen musste. Das Haus war sehr klein und wir fragten uns wie dort so viele Kinder unterkommen konnten. Die Oma selber trafen wir im Dorf auch garnicht vor, sie ging morgens früh in die Berge um etwas essbares für ihre Enkelkinder zu finden. Dieses ganze Dorf lebte praktisch davon was tagsüber an essbarem gefunden wurde. Es war sehr schlimm mit anzusehen wie diese Kinder uns mit Hoffnungsvollen Augen ansahen. Wir fühlten uns beim Gedanken schlecht soviel essbares zu besitzen. Leider dachten wir auch nicht dran essbares, wie z.b Maissack für diese Familie aus unserem Kinderdorf mitzunehmen. Nach einem Gespräch mit der Tante konnten wir diesen Kindern aber Hoffnung schenken, indem wir ihnen versicherten dass sie ab anfang Januar in unserem Kinderdorf aufgenommen werden. Ja, die ganze Verwandtschaft war erleichtert zu wissen dass es diesen Kindern ab Januar besser gehen wird. Wir hatten leider nichts essbares mit aber dennoch war es möglich dass ihr Onkel mit uns zurückfuhr und wir ihm einen Maissack geben konnten für die  Weihnachtstage. Wir verabschiedeten uns und fuhren ein nächstes armes Dorf an.

Im anderen Dorf besuchten wir auch eine Oma mit vielen Kindern. Auch dort war alles sehr arm. Wir hörten uns auch dort einiges an und sahen schon an den Verhältnissen dass es der Familie nicht gut ging. Ja, auch in diesem Dorf konnten wir an diesem Tag Kinder glücklich machen. Auch ihnen konnten wir versichern dass sie ab Januar ein neues Zuhause haben werden. Es war ein Tag voller schockierenden Bildern die wir so aus unserem reichen Deutschland nicht kennen. Diese Auge die voller Enttäuschung und Armut gekennzeichnet sind. Menschen die ihr Leben damit verbringen jeden Tag zu gucken dass sie überleben.
Wir konnten aber auch an diesem schönen Tag viel Hoffnung weitergeben. Diese Kinder werden auf einem Bett schlafen, sich normal duschen können, dreimal täglich essen bekommen und vieles mehr. Menschen denen sie was Wert sind.

Natürlich bekommen auch diese Kinder geistliche Betreuung und Schulbildung. Wir als Freiwillige freuen uns schon riesig auf diese neuen Kinder. Diese Betreuung ist aber natürlich nur möglich weil ganz viele Menschen in Deutschland dafür beten. Es gibt Kinder in Deutschland die ihr Taschengeld opfern um diesen armen Kindern in Malawi zu helfen. Dafür bin ich Gott von Herzen dankbar. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit zu sehen wie viele Menschen uns aus Deutschland unterstützen durch Gebet oder durch Spenden. Auch jetzt zu den Feiertagen sehen wir immer wieder wie Menschen bereit sind aus ihrem Überfluss zu geben. Vielen Dank!!

Ich wünschen euch besinnliche Adventstage!

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