“Schwarz-Weiß”!?

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Mittlerweile wurde ich schon einige male gefragt wie es den so ist als “Weißer” durch Malawi zu reisen. Sehen die Malawier uns “weiße” als was besonderes an?

Nun ja, ich möchte es euch versuchen zu erklären. Zuerst muss man ganz klar sagen, dass “weiße” Menschen schon als besonders angesehen werden. Allein schon durch die Vergangenheit von Malawi. Mittlerweile ist man als “weißer” in den Großstädten keine Attraktion mehr. Fährt man aber aufs Land hinaus ändert es sich ganz schnell. Im Auto ist man ja ganz sicher aber sollte man aus dem Auto steigen ist es schnell möglich dass ganz viele Kinder um dich rum stehen, dich anfassen möchten oder dich einfach nur ununterbrochen anstarren. Natürlich denken die Malawier auch dass alle “weißen” automatisch Reich sind. Manchmal bekommt man dann auch auf dem Markt so etwas zu hören wie z.B “Give me my Money”! (Gib mir mein Geld). Ansonsten sind die meist einfach nur fasziniert von einem “weißen” und starren einfach ununterbrochen. Fährt man in ganz abgelegene Gebiete, ins wirklich tiefe Afrika so kann es oft vorkommen, dass die Menschen sich zur Begrüßung auf die Knie stellen deine Hand nehmen und sich verneigen. Anfangs etwas ungewöhnlich aber daran gewöhnt man sich dann schnell. Ja es ist etwas ganz besonderes für die Afrikaner Menschen weißer Hautfarbe zu sehen. Es herrscht leider auch noch immer in vielen Köpfen, dass Menschen weißer Hautfarbe etwas besseres sind. Sie sind Reich, leben glücklich und zufrieden und natürlich besitzen sie alles. Es gibt die faszinierensten Geschichten was die Malawier über “weiße” Menschen denken. Bei uns in den Dörfern ist es natürlich schon so, dass die Kinder uns kennen und wir versuchen mit den einheimischen Mitarbeitern auf einer Ebene zu sein. Wir versuchen uns durch unser Handeln als nichts besseres darzustellen. Wobei natürlich auch ältere Menschen es so beigebracht bekommen haben uns besser behandeln zu müssen. Wir versuchen ihnen natürlich nicht ihre Kulturübermittlungen wegzunehmen. Wir versuchen einfach ihnen gleich zu sein, schließlich sind wir nichts besseres. “Gott liebt alle Menschen gleich”, und das versuchen wir in Wort und Tat auszuleben und umzusetzen!

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