Kidshaus

Dies ist ein Beitrag von Benjamin Sudermann, den wir als Gemeinde bei seinem freiwilligen Jahr in Malawi unterstützt haben.

Bestimmt haben sich schon einige die Frage gestellt wie und wo die Kinder denn hier leben. Hierzu möchte ich euch einiges erzählen. Es ist so, dass die Verantwortlichen sich bewusst dazu entschieden haben, so viele Kinder wie möglich in den jeweiligen Dörfern leben zu lassen. Für die Kinder ist es sehr wichtig ihr kulturelles Umfeld nicht zu verlieren. Somit leben die meisten unserer Kinder in ihren Dörfern und sind nur tagsüber bei uns in der Betreuung. Für Kinder wo es aber niemanden mehr gibt, sei es Eltern oder Verwandte ist es so dass diese Kinder bei uns auf dem Gelände leben. Wenn für diese Kinder keiner mehr sorgen kann nehmen wir diese Kinder bei uns auf. Das bedeutet diese Kinder schlafen in einem Bett, werden morgens/mittags/abends mit Essen versorgt und leben praktisch wie in einer großen Familie zusammen. Im Haus leben Amayis (Mütter) die für diese Kinder jeden Tag sorgen. In Zukunft sollen Hauseltern auch mit darin leben damit diese Kinder einfach das Gefühl dafür bekommen mit Mama und Papa zu leben. Eine Familie wie wir es aus Deutschland meist noch kennen, ist hier in Malawi leider fast komplett unbekannt.  Momentan haben wir hier zwei Kinderhäuser wobei dies in naher Zukunft alles ausgebaut werden soll. Mit diesen Kindern die auf unserem Gelände leben haben wir als Freiwillige am meisten tagsüber zu tun. Wir schlafen teils bei denen, essen mit diesen Kindern zusammen und können uns den ganzen Tag einfach mit diesen Kindern beschäftigen und diese Kinder natürlich auch geistlich prägen. Natürlich ist es aber auch so dass wir sehr gute Kontakte zu unseren Tageskindern haben. Kinder die bei Verwandten leben und tagsüber von uns betreut werden. Diese Kinder kommen meist vor der Schule zu uns bekommen von uns Essen und gehen dann zur Schule. Nach der Schule gibt es auch für diese Kinder Mittagessen und dann teils Nachhilfe, Freizeitaktivitäten z.B Tischtennis, Fußball und vieles mehr. Geistliche arbeit wird natürlich auch mit unseren Tageskindern geführt. Kurz bevor unsere Tageskinder abends den Heimweg antretten, wird noch zu Abend gegessen. Somit werden auch unsere Tageskinder mit allem versorgt was sie benötigen. Jeden Tag betreuen wir in unserem Kinderdorf mehr als 100 Kinder. Wir haben die Möglichkeit diesen Kindern was für ihr Leben mitzugeben. Diese Kinder zu prägen, damit diese Kinder eines Tages ihre Familie und eigene Kinder prägen können. Somit kann Stück für Stück dieses Land verändert werden. Vielleicht sind es ganz kleine Dinge die wir ins Herz dieser Kinder pflanzen, aber daraus können eines Tages große Dinge entstehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.